LOSS OF CONTROL / Café Jolles




Author

Es geht um die Kernschmelze. Den realen „Melt-Down“, der Japan erschütterte, und den zwischenmenschlichen, der Beziehungen zerstört oder in Unkenntliches verwandelt. Es geht um Sehnsucht, um Wege aus dem CHAOS in Raum, der Selbstbestimmung erlaubt.

„LOSS OF CONTROL/Café Jolles“ – als Note an Pina Bausch –

Die Bühne ist ein Caféhaus ist die Welt: Niemand ist sich seines Platzes sicher, die Sitzordnung bricht im Verlauf des Stückes komplett auf. Existenzielle Erfahrungen, ob Verlust der Sicherheit, Liebe oder Tod, prägen Menschen bis in ihre Körperzellen, Kontrollverlust – als physischer und psychischer Kraftakt – scheint manchmal die einzige Rettung ...

Creation: André Jolles, Yoshiko Waki and Tuong Phuong
Dance: André Jolles, Tuong Phuong and Bibiana Jimenez
Live music: Carl Ludwig Hübsch (Tuba)
Premiere: 13.10.11 tanzkonkret Festival - Orangerie im Volksgarten / Köln

A piece by André Jolles

Winner of the “Kölner Tanztheater-award 2011”

Presse:
Melanie Suchy, Stadtrevue / die wichtigsten Theater- und Tanzproduktionen 2011:
„Ein grandios herbes Stück über Zusammenbruch und Katastrophe, über fragile Kontakte, Holz und Haut, über Demut und Gier, Einsame und Zweisame, übers blinde und sehende Stolpern und über die Möglichkeit von Kunst.“

Dr. Rita Kramp, Laudatio Tanztheaterpreis 2011 “LOSS OF CONTROL / Café Jolles”

der Tänzer oder besser: Performer führt tief in das Chaos von Gefühlswelten, Abhängigkeiten, Verlust und Untergang. Der einzige hauchdünne Faden bildet die Musik, die die einzige Orientierung bietet in diesem heillosen Chaos. Sie geleitet die Tänzer in ihrer Blindheit, sie führt sie weg vom ewigen Abgrund, sie bietet eine Ausdrucksmöglichkeit in Momenten, die die Stimme verstummen lassen. Und dies alles wird dargeboten von einem einzigen Tuba-Spieler – Karl Ludwig Hübsch
„Loss of Control“ ist eine Arbeit über das Chaos, über die Fragilität persönlicher Beziehungen, über das Verhältnis des Menschen zur Natur, sowohl zur ureigenen menschlichen Natur als auch zu seiner natürlichen Umwelt. Den präzise agierenden Darstellern gelingt es in ausdrucksstarken Bildern, berührenden Situationen und heftigen Aktionen eine Choreographie zu erarbeiten, die den Zuschauer nicht nur auf ästhetischer bzw. intellektueller Ebene herausfordert, sondern auf emotionaler Ebene tief bewegt.
Energiegeladene Präsenz und differenzierte Körpersprache, die neben aggressiven Ausbrüchen auch behutsame, fast zarte Momente und humorvolle Szenen zu bieten hat.

Eine Produktion von 687 e.V.
gefördert durch:
der Stadt Köln, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen